Willkommen bei der Berliner Energiewendeinitiative TransitionTown-Friedrichshain-Kreuzberg
Worum geht es bei Transition Towns?
Visionen und Projekte für die Stadt im Übergang zum SolarZeitalter - Starte zusammen mit deinen Nachbarn einen Plan-B für euren Kiez...
Schaue Dir doch gleich die drei kurzen Info-Videos an - ein guter Einstieg!
Link zu den Kurzfilmen (Engl. mit deutschen Untertiteln):
http://www.youtube.com/appleandeye#p/u/3/todAmw0nuLM

Du willst mehr über uns erfahren?! Dann komm doch einfach zu unseren regelmäßigen Treffen..
Blauer Montag
Offenes Treffen der Energiewende-Initiative Friedrichshain-Kreuzberg jeden Montag ab 19.30 Uhr
Was? um 19.30 Uhr Weltküche ab 20 Uhr Infos & neue Ideen für unseren Bezirk
Wo? im K19, Kreutziger Str. 19 F-Hain, U-Bhf Samariterstraße (U5)
Grüner Dienstag
Wöchentliches Treffen in Kreuzberg SO36 jeden Dienstag ab 20.00 Uhr
Was? Neue Ideen, Visionen & Projekte für unseren Kiez - wechselndes Programm
Wo? Im Kinderbauernhof im Görlitzer Park Wienerstr. Ecke Glogauerstr.
Link: mehr Infos zum Grünen Dienstag & SO36
Die Energiewendeinitiative TransitionTown-Friedrichshain-Kreuzberg Berlin stellt sich vor

Angesichts zunehmender Rohstofferschöpfung und drohender Klimakapriolen kann man den Zustand der 1992 in Rio initiierten weltweiten Bewegung für eine nachhaltige Entwicklung nur als Katastrophe bezeichnen. Die „Lokale Agenda 21“-Initiativen dümpeln vor sich hin oder sind bereits sanft entschlafen, der ganze Komplex aus UNO-Konferenzen, wohlklingenden Absichtserklärungen von Regierungen oder Verwaltungsbehörden und gutgemeinten Vor-Ort-Aktionen hat sich als mehr oder weniger wirkungslos erwiesen.
Gegenwärtig wird nicht am berühmten „Umbau der Industriegesellschaft“ gearbeitet, sondern an Plänen für neue Kohle- oder Kernkraftwerke, und der bereits eingetretene Mangel an Erdöl soll dadurch behoben werden, dass man im Norden Kanadas mit enormen Folgeschäden für Mensch und Natur Ölsand zu Treibstoff verarbeitet. Die Wachstumsideologie herrscht so unangefochten wie eh und je.
Frischer Wind
In dieser Situation tut es gut, frischen Wind zu spüren, der aus Großbritannien kommt. Unter dem Banner des „Transition Town Movement“ sind dort in den letzten drei Jahren in mittlerweile 30 Kommunen und Regionen lokale Graswurzel-Initiativen entstanden, die nicht mehr länger auf Politik und Verwaltung warten wollen, um die „Autonomie und Widerstandsfähigkeit“ ihres Wohnorts im Hinblick auf die Folgen des Ölfördermaximums zu stärken und ihren „Kohlenstoff-Fußabdruck zu verkleinern“.
Spiritus rector der Bewegung ist der Permakultur-Lehrer Rob Hopkins, dessen Blog http://transitionculture.org zusammen mit dem Transition Wiki die grundlegenden Informationen zu diesem Projekt enthält. Hopkins entwickelte die Grundzüge seiner Ideen während einer Tätigkeit am Kinsale Further Education College in Irland zusammen mit seinen Studenten. Grundlage ist eine Übertragung der Permakultur-Gestaltungspinzipien auf die Stadtplanung: Wie kann man eine Kommune so organisieren, dass sie so effizient, energiesparend und ausfallsicher funktioniert wie ein natürliches Ökosystem und ihre Bewohner trotzdem ein zufriedenes Leben führen können, ohne Mangel zu leiden?
Zu den im „Transition Town Movement“ entwickelten Antworten gehören viele Vorstellungen, die einem bekannt vorkommen: lokales Wirtschaften, lokale Ernährung, lokale Energieversorgung, nachhaltige Bildung und alternative Gesundheitsvorsorge oder die Förderung der Selbstversorgung. Eine wichtige Rolle spielen auch die Stärkung der lokalen Kultur samt Zusammengehörigkeitsgefühl der Bürger und Integration der Migranten, sowie die Reaktivierung alter Kulturtechniken, die für unsere Großeltern noch selbstverständlich waren.
Trotzdem wollen die „Transition Towns“ nicht zurück in eine „gute alte Zeit“, die es nie gegeben hat, sondern sind offen für neue Ideen und neue Technologien, was sich besonders deutlich an der selbstverständlichen und umfassenden Nutzung des Internets zeigt.
Wir sehen den „Bottom-Up“-Ansatz der Transition-Bewegung als hervorragend geeignet, um unter dem wichtigen und dringlichen Oberthema viele Basisinitiativen vom „Nachbarschaftsgarten Rosa Rose“ bis zu „Mediaspree versenken“ zusammenzuführen, um durch Vernetzung Synergien und neue Projekte zu generieren. Dies ist um so wichtiger, als der „Top-Down“-Ansatz der lokalen Agenda 21 letztlich zu keinen befriedigenden Ergebnissen geführt hat.
Was ist eine Energiewendestadt?
(ein Energiewendedorf, eine Energiewendemetropole, eine Energiewendeinsel usw.)
Eine Energiewendestadt ist ein Gemeinwesen, dass seine ureigensten latenten Begabungen freisetzt, um dem Ölfördermaximum und dem Klimawandel Paroli zu bieten und Antworten auf die folgende entscheidende Frage zu finden:
„Wie können wir angesichts all jener Umstände, die einen Einfluss auf die Erhaltung und das Gedeihen unseres Gemeinwesens haben, unsere Widerstandsfähigkeit und lokale Autonomie bezüglich der Auswirkungen des Ölfördermaximums so hoch wie möglich machen und gleichzeitig eine drastische Reduzierung unserer Kohlendioxidemissionen erreichen, um die zerstörerischen Auswirkungen des Klimawandels zu mildern?“
Die aus dieser Frage entstehende Spanne von koordinierten Projekten in allen Lebensbereichen führt zu einem gemeinsam ausgearbeiteten Energiewende-Aktionsplan. Das Gemeinwesen ist sich außerdem der folgenden zwei Punkte bewusst, die von kritisch wichtiger Bedeutung sind:
- Wir haben ein unglaubliches Maß an Kreativität, Einfallsreichtum und Anpassungsfähigkeit bewiesen, als unser Energieverbrauch jedes Jahr größer und größer wurde – es gibt keinerlei Grund zu der Annahme, dass wir bei sinkendem Energieverbrauch nicht dieselben Fähigkeiten zeigen könnten.
- Wenn wir gemeinsam einen Plan entwickeln und früh genug handeln, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass wir eine neue Form des Zusammenlebens entwickeln können, die wesentlich gemeinschaftlicher, dynamischer und naturverbundener ist als die Tretmühle der Ölabhängigkeit, die wir jeden Tag aufs Neue bewegen müssen.